Passives Einkommen – und wie du davon profitieren kannst

erstellt am: 05.04.2016 | von: | Kategorie(n): Allgemein, Vermögen aufbauen

In der heutigen Zeit benötigt fast jeder Geld, um über die Runden zu kommen und sein Leben am Laufen zu halten. Nur wenige Ausnahmen schaffen es, ein Leben ohne Geld zu führen. Derjenige, der Geld benötigt, hat zwei Möglichkeiten ein Einkommen zu generieren. Einmal wäre da ein aktives Einkommen. Beim aktiven Einkommen muss man Zeit aufwenden, damit Geld auf sein Konto fließt. Diesen Zustand findet man häufig in normalen Angestellten-Verhältnisse. Das Problem hierbei ist, dass die eigene Zeit ein sehr beschränktes Gut ist. Auch ist der Lohn in der Regel nach oben begrenzt. Und zum Anderen gibt es noch ein passives Einkommen. Bei diesem Einkommen muss man initial auch Zeit und / oder Geld investieren, um eine Einkommensquelle zu erschließen. Hat man aber diese Quelle erschlossen, dann generiert diese auch weiterhin ein Einkommen auch wenn man schläft oder im Urlaub ist. Ich empfinde das als sehr verlockend, denn ich habe begriffen, dass Zeit mein wertvollstes Gut ist. Verstrichene Zeit kann man nicht nachkaufen oder wiederherstellen.

Passives Einkommen: Welche Arten gibt es?

Es gibt viele Arten des passiven Einkommens. Nicht jede Art ist für jeden geeignet. Hier muss man eruieren, was zu einem passt. Wichtig hierbei ist aber, dass man nicht nur eine Quelle erschließt, sondern möglichst viele Quellen. Sie können auch alle von der selben Art sein und auch nur wenige Einnahmen erzeugen, aber durch die Masse wird auch ein stattliches Einkommen generiert. An dieser Stelle möchte ich dir die verschiedenen Arten des passiven Einkommens aufzeigen und ein wenig vorstellen.

Passives Einkommen: Dividenden

passives EinkommenEine mögliche Form des passiven Einkommen stellen Dividenden dar. Um diesen Form zu erschließen, musst du an der Börse Aktien von Unternehmen oder ETFs kaufen. Unternehmen schütten Geld an ihren Aktionäre aus. Damit man auch lange etwas von diesem Unternehmen hat, sollte man schon darauf achten, von wem man die Aktien erwirbt. Es mag sein, dass eine Dividendenausschüttung von 10% oder mehr verlockend klingt. Aber oftmals haben die Unternehmen, die eine hohe Dividendenrendite haben, Probleme, wodurch der Kurs der Aktie in den Keller gerauscht ist. Besten Beispiel hierfür ist die Firma Seadrill. Man las bei vielen Dividenden-Investoren, dass sie das Unternehmen in ihr Profil genommen haben, weil sie eine hohe Dividendenrendite aufwies. Doch dann kam der böse Absturz. Der Kurs ging von knapp 35 EUR im September 2013 auf unter 2 EUR im Februar 2016. Da hätte man ordentlich Geld verbrannt. Und das alles nur, weil man eine hohe Dividendenrendite haben wollte. Auch jetzt hat das Unternehmen noch eine hohe Dividendenrendite (>16%), aber ich halte das für zu riskant, um daraus ein passives Einkommen zu generieren.

Meiner Meinung macht es für ein passives Einkommen aus Dividenden mehr Sinn Aktien von sogenannte Bluechip-Unternehmen zu kaufen. Diese haben eine deutliche niedrigere Dividendenrendite, aber diese Unternehmen sind in der Regel die zuverlässigeren Zahler. Die Zuverlässigkeit sollte im Fokus stehen, wenn ein Einkommen aus Dividenden erzielen möchte.

passives Einkommen: Zinsen

Neben den Dividenden kann man auch noch durch Zinsen ein passives Einkommen generieren. In der aktuellen Situation mit einem Leitzins von 0,0% gibt es auf den normalen Tagesgeld-Konten nicht mehr viel zu holen. Auch der Festgeld-Zins sieht nicht mehr allzu gut aus. Man kann aber auch das Geld in P2P-Kredite stecken. Hier gibt es dann etwas mehr Geld. Allerdings ist das Risiko höher als bei einem klassischen Tagesgeld-Konto.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Anleihen von Unternehmen oder Staaten zu kaufen. Diese werfen auch ein passives Einkommen ab. Das Einkommen richtet sich nach der Bonität des Schuldners. Ist diese schlecht, muss der Schuldner mehr für seine Anleihe bezahlen. Hier gilt das gleiche wie für Aktien. Je höher die Rendite ist, desto höher ist das Ausfallrisiko.

Passives Einkommen: Tantiemen

Eine weitere Möglichkeit stellen Tantiemen dar. Tantiemen sind auflagenabhängige Einkünfte von Buchautoren, Musikkomponisten, Bloggern und Designern. Du musst hierfür ein zum Beispiel ein Buch schreiben. Dies ist zu Beginn natürlich mit Arbeit verbunden. Aber ist das Buch erst einmal geschrieben, dann kann es Einnahmen generieren, ohne das man dafür anwesend sein muss. Es generiert solange ein passives Einkommen, wie das Buch auch verkauft wird. Hier empfehlen sich eher zeitlose Themen, damit man länger etwas davon hat. Schreibt man ein Buch, dass zeitlich eine begrenzte Gültigkeit hat, dann versiegt die Quelle wieder und man muss eine neue Fassung auf den Markt bringen, was wiederum mit Arbeit verbunden. Besten Beispiel für ein zeitlich beschränktes Buch, ist ein Buch zur aktuellen Steuersituation in Deutschland.  Das muss man jedes Jahr neu auflegen.

Für Blogger und Webseitenbetreiber bietet sich die Möglichkeit der VG Wort beizutreten und dann die Artikel einzureichen. Dadurch kann man den einen anderen Euro zusätzlich verdienen. Man muss natürlich hierfür einige Bedingungen erfüllen, damit ein Beitrag auch Geld in die Kasse spülen kann. Einen Überblick über VG Wort findest du auf dem Blog www.selbstaendig-im-netz.de von Peer Wandiger. Zum Beitrag über VG Wort.

Passives Einkommen: Verkäufe

In der heutigen Zeit kann eigentlich jeder, auch wenn er von Technik keine Ahnung hat, eine Webseite aufsetzen. Über so eine Webseite kann man dann physische Produkte vorstellen und über einen Affiliate-Link auf einen Shop wie beispielsweise den von Amazon verlinken. Wenn der Besucher dann diesem Link folgt und auf der Shop-Seite dann einen Einkauf tätigt, bekommt man eine Provision für die Vermittlung. So lässt sich ein ansehnliches passives Einkommen generieren. Neben physischen Produkten kann man das auch mit virtuellen Produkten machen. Hier ist oftmals die Provision höher als bei physischen Produkten.

Wenn  man das ganze auf die Spitze treiben möchte, dann kann auch selber solches digitale Produkt erstellen und verkaufen. Hierbei hat man dann nicht nur die Provision, sondern den gesamten Umsatz. Zu den digitale Produkte gehören eBooks oder Videos. Du musst dann zwar einmalig eine gewisse Zeit investieren, aber wenn das Produkt fertig ist, hast du nicht mehr viel Aufwand, da der Verkauf über eine Webseite automatisch abläuft und das digitale Produkt beliebig oft vervielfältigt werden kann.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Software oder App zu programmieren. Man hat zwar zu beginn recht viel Arbeit, um die Software zu erstellen, aber dann kann man zu einen passiven Einkommen durch die Verkäufe kommen. Nachteil bei der Software ist aber, dass man unter Umständen Bugs in der Software beheben muss und so Zeit aufwenden muss.

Passives Einkommen: Patentrechte

Wenn man Erfinder ist, kann sich seine Erfindungen patentieren lassen. Dadurch darf niemand ein Produkt auf den Markt bringen, dass dieses Verfahren oder Produkt enthält. Er muss vorher den Patentinhaber um Erlaubnis fragen. Andernfalls kann der Inhaber des Patents den Nutzer des Patents verklagen. Diese Erlaubnis kann man dann natürlich auch gegen Geld herausgeben und zum Beispiel an den Umsatz oder die Stückzahl koppeln. So kann das eigene Einkommen problemlos steigern und muss dafür nicht mal etwas tun, denn der Herausgeber des Produktes kümmert sich um den Verkauf und die Vermarktung des Produktes. Nachteil der Patente ist, man muss sich diese mit Geld sichern. Und nicht jedes Patent, dass man einreicht, ist auch ein Patent, dass man vertreiben kann.

Passives Einkommen: Lifetime-Provision

Neben dem normalen Verkauf mit einer einmaligen Bezahlung, gibt es auch die Form der Lifetime-Provision. Das ist in der Regel Produkte, die der Kunde monatlich bezahlen muss wie zum Beispiel Pay-TV oder Versicherungen. Durch die Lifetime-Provision kann man kontinuierlich Geld verdienen, wenn der Kunde den Vertrag aufrecht erhält. Im Idealfall geschieht das bis zum Tode des Kunden.

Passives Einkommen: Mieteinnahmen

Mieteinnahmen sind eine Form des passiven Einkommens bei dem man einen gewissen Hebel in Form von Krediten nutzen kann. Allerdings wird für diese Form auch Eigenkapital benötigt, da Banken eher selten zu 100% finanzieren. Hat man die Immobilie erworben, fallen zwar noch gewisse Arbeiten an, aber größtenteils sind die Einnahmen als ein passives Einkommen anzusehen. Man sollte bei dem Erwerb darauf achten, dass die Immobilie nicht in der Pampa steht. So erreicht man eine bessere Auslastung der Wohneinheit. Auch sollte man bedenken, dass der Immobilienmarkt sehr stark reguliert ist. Große Sprünge nach oben kann man nicht machen. So gilt in Berlin zum Beispiel eine „Mietpreisbremse“. Man darf die Miete höchstens 15% alle vier Jahre erhöhen. Das ist jetzt keine allzu berauschende Steigerung.

Passives Einkommen: wie du davon profitieren kannst

Damit du ein passives Einkommen aufbauen kannst, musst du für dich feststellen, welche für dich von den oben genannten Fällen passt. Es bringt nichts, wenn du etwas machst, was dir überhaupt nicht liegt. Am besten du probierst alles mal aus. Dann merkst du schnell, was dir liegt und was nicht und dann konzentrierst du dich auf das erfolgversprechendste ist.

Du kennst noch weitere Quellen für ein passives Einkommen? Dann schreibt mir einen Kommentar.

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