Vermögen und Verbindlichkeiten

erstellt am: 07.03.2016 | von: | Kategorie(n): Wissenswertes

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was ein Vermögenswert und was eine Verbindlichkeit ist. Wer aber die finanzielle Freiheit erreichen will oder schlicht reich werden möchte, sollte sich damit auseinander setzen, damit er die richtigen Entscheidungen treffen kann, um sein Vermögen aufzubauen.

Oft hört man solche Aussagen wie „ich habe in ein neues Auto investiert“ oder „meine beste Investition war mein Eigenheim“. Was heißt eigentlich investieren?

Definition Investition

Das Wort Investition kommt von dem lateinischen Wort „investire“ und heißt soviel wie einkleiden. In der Betriebswirtschaftslehre nach Wöhe wird darunter die Verwendung von Kapital um Erträge zu erwirtschaften. Eine umfassende Erklärung für das Wort Investitionen findest du in der Wikipedia.

Beispiel Auto / Eigenheim

Wenn man jetzt diese Definition auf das Autobeispiel anwendet, muss man sich fragen, wie das Auto denn Erträge erwirtschaftet. Das gleiche gilt auch für das Eigenheim. Wenn man es selber bewohnt, wie soll es Erträge erwirtschaften.

Ein Auto oder ein Eigenheim produzieren aber kontinuierlich Kosten für den Besitzer. So muss man für das Auto Steuern und Versicherungen bezahlen. Auch der Sprit ist nicht kostenlos. Bei einem Haus kommen die Instandhaltungskosten. Es fließt also Geld ab und nicht hinzu. Es kann also gar kein Vermögenswert sein. Es ist aber eine Verbindlichkeit.

Definition Verbindlichkeit

Eine Verbindlichkeit ist eine Verpflichtung eines Schuldners gegenüber einem Gläubiger. Siehe Wikipedia.

Ganz platt gesagt, zieht einem die Verbindlichkeit das Geld aus der Tasche.

Beispiel Auto / Eigenheim

Bei der KFZ-Steuer ist man der Schuldner und der Staat ist der Gläubiger. Man kann sich, wenn man ein Auto besitzt, nicht um diese Steuer drücken. Bei einem Eigenheim ist das nicht ganz so eindeutig.  Beim Eigenheim  gibt es die Grundsteuer, die der Staat erhebt. Und diese ist jährlich zu zahlen und man ist wie schon im Autobeispiel der Schuldner und der Staat der Gläubiger. Ein Eigenheim nutzt sich mit der Zeit ab und man hin und wieder Instand gesetzt werden. Man muss also Kapital aufwenden, um den Ursprungszustand wieder herzustellen. Man ist also ein Schuldner gegenüber eine Handwerker.

Und weil man beständig Steuern zahlen muss und keinen Ertrag erwirtschaftet, können beide Fälle keine Investition sein, sondern sind Verbindlichkeiten.

Vermietete Wohnung

Anders sieht es bei der vermieteten Wohnung aus. Zwar fallen auch hier die Steuern und Instandhaltungskosten an, aber dadurch, dass man die Wohnung vermietet, erzeugt man ein Einkommensstrom, der einem Geld ins Portemonnaie spült. Daher ist eine vermietete Wohnung ein Vermögenswert.

Wer diesen feinen Unterschied verstanden hat, kann auch ein Vermögen aufbauen und die finanzielle Freiheit erreichen oder einfach nur reich werden.

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